Konficamp BB

Dachtel, Dagersheim, Darmsheim, Deufringen, Ehningen, Grafenau, Magstadt, MLG + Stadtkirche Böblingen

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Hallo ihr alle!
Wer jetzt an dieser Stelle einen Bericht über Zahlen, Konzeptionen und ähnliche trockene Hintergrundinformationen erwartet, für den / die ist es vermutlich besser, die nächsten Zeilen einfach zu überfliegen und sich einem anderen Artikel zuzuwenden. Das nun folgende ist nämlich mehr eine gefühlte Momentaufnahme, die seltsamerweise am Ende des KonfiCamps beginnt. Da nämlich mussten sich Kollege Sigi und die Birgit vom Kernteam erstmal einer Umarmung meinerseits unterziehen , als wir am späten Sonntagabend wieder in Böblingen eingetrudelt sind. Denn tatsächlich, das KonfiCamp war vorbei – und das hat zunächst einmal doch ein sehr gutes Gefühl hinterlassen. Nein, nicht dass es vorbei war, sondern dass wir es geschafft hatten, ein solches Riesenprojekt „sauber“ über die Bühne zu bringen. Und damit meine ich nicht die drei Personen, die in jenem Augenblick zwar müde, dennoch aber sehr glücklich vor dem Eingang des EJW gestanden sind. Mit „wir“, können sich in diesem Falle all diejenigen Menschen einmal kräftig auf die Schulter klopfen, durch deren Einsatz und Mitdenken das Camp überhaupt erst möglich geworden ist: Die ungezählten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den einzelnen Orten, die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Band, die Küche, unser Zivi, die „Antischwerkraft-Gang“ , die Jungs von Audioevent, nicht zuletzt das Vorbereitungs-Kernteam und die Pfarrerinnen und Pfarrer, die sich mit uns zusammen auf das Wagnis „KonfiCamp“ eingelassen haben – euch alle hier namentlich zu erwähnen, dass würde vermutlich einen neuen, eigenen Rundbrief zur Folge haben. Darum reicht es an dieser Stelle auch nur für ein „Danke“. Das kommt aber dafür aus tiefstem Herzen, und es soll euch immer an jene drei Frühsommertage auf der Dobelmühle erinnern. Viel ging dem voraus, bis es tatsächlich soweit war … ein fast komplettes Jahr an Vorbereitung, Gespräche, ungezählte Telefonate, ungezählte Kopien, Meinungen, Diskussionen, manche Auf – doch viel mehr Anreger, Skepsis, Vorfreude. Das alles in einem Kern-Team gebündelt, dem schon nach kurzer Zeit die seltene Gabe zuteil wurde, sich gegenseitig nahezu blind vertrauen zu können. Schön war dieses Jahr, weil es beinahe den Anschein hatte, dass wir uns gegenseitig nahezu perfekt ergänzten. Unabdingbar für ein solches Unterfangen, bei weitem jedoch nicht selbstverständlich!!! Und so machten wir uns dann auf den Weg, an jenem 18. Juni. Wir, das Kern-Team, sogar einen Tag früher - also eine Art Vorhut, um noch einmal die Begebenheiten der Dobelmühle abzuklären, letzte mögliche Ungereimtheiten auszumerzen und das Feld zu ebnen – beziehungsweise die Zugangsstrassen mit Schotter aufzufüllen, weil die Busse sonst nicht bis zum Haus hätten vordringen können – und dann war es auch schon soweit: Weit über dreihundertfünfzig Menschen bevölkerten binnen kurzer Zeit das Gelände rund um die Dobelmühle, bezogen ihre Zelte, nahmen das Volleyballfeld in Beschlag, waren lebendige Tischkickerfiguren, ließen sich von der Seilbahn in den See plumpsen, wuselten, johlten, stritten, fragten … Bei manchem kam es mir so vor, als täten sie alles gleichzeitig. „Konfi-türe“ hieß das Motto, und das Wortspiel war Programm: Überall stieß man auf Durchgänge, betrat man Neuland, wurde manche Tür geöffnet und manche wiederum vor der Nase zugeschlagen. Einige sogar konnte man sich getrost auf´ s Butterbrot schmieren …(„Konfi-türen“ halt, haha!). „Und was ist mit Glauben?“. Nun, wer sich diese Frage stellt, dem sei hiermit gesagt, dass sich auf dem Camp wohl mancher Türspalt aufgetan hat, der nur darauf wartet, in all seiner Ganzheit aufgestoßen zu werden. Ihr glaubt gar nicht, wie bunt die Kirche sein kann, und wie bunt die Schar der Konfirmanden, die an jenem Wochenende einen ersten kleinen Farbtupfer von diesem großartigen Verständnis namens „Christsein“ erfahren haben. Alles Gute für Euch und die bevorstehende Konfizeit! Fazit: Nachdem der Termin für nächstes Jahr bereits feststeht, schickt sich das KonfiCamp an, eine feste Größe im Bezirk zu werden. Vieles war von jenen drei Tagen im Juni abhängig, die sehr sehr gut umgesetzt werden konnten, die aber auch natürlich in vielerlei Punkten noch verbesserungsfähig sind. Die („Konfi“-)Türe jedoch ist aufgestoßen, vieles noch Unerforschtes liegt dahinter und wartet nur darauf, von euch und uns entdeckt zu werden. „I feel like I’m knockin’ on heaven’s door .... .... Knock’ knock’ knockin’ on heaven’s door ...”
  Wolfi Roux, Jugendreferent
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