Konficamp BB

Dachtel, Dagersheim, Darmsheim, Deufringen, Ehningen, Grafenau, Magstadt, MLG + Stadtkirche Böblingen

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Manche Dinge gehören wohl zum KonfiCamp wie das „Amen“ in der Kirche und sind deshalb auch schon beinahe eine liebgewordene Tradition geworden: Die Tatsache etwa, dass auch 2010 nicht immer alles mit der Busfahrt nach Plan lief, dicht gefolgt von diversen Wetterkapriolen, die uns ihre ganz eigenen Vorstellungen von Sonnenschein präsentierten. Wen kümmert es da eigentlich noch, dass Deutschland bis zum Beginn des Camps noch quasi unter einer Hitzeglocke nun beinahe verschmachtet wäre? Nein, KonfiCamp ist nun mal KonfiCamp, und somit war dann auch im siebten Jahr nun alles wie immer: Regen am Freitag und am Samstag morgen ebenfalls, dann langsam Besserung und schließlich zum Beginn der Workshops und EP-Geräte – Sonne! Ja, und die hielt sich dann doch tatsächlich bis zur Abfahrt, bei der nun auch nicht wieder alles... aber lassen wir das.

Neuerungen gab es aber dennoch zu genüge: Zum Beispiel die Seilbahn auf dem EP-Gelände der Dobelmühle, die mutige Konfirmanden und Pfarrerskollegen aus 15 Metern Höhe direkt ins Tal hinabsausen ließ. Oder den See, der dieses Mal jedoch leider nur von außen zu betrachten war. Ja, und dann natürlich den Überraschungsgast, welcher am Samstag Abend das Programm auf bravouröse und sehr eindrückliche Weise abrundete. Christoph Böttiger, seines Zeichens Dritter bei den Deutschen Trialmeisterschaften, war samt seinem Sportgerät auf die Bühne gesprungen, nachdem ein Trailer dem staunenden Zirkuszelt zuvor vermittelt hatte, welch Maß an Körperbeherrschung für diese Art Kunststück nun überhaupt erst von Nöten ist. Scheinbar schwerelos Hindernisse überspringen, getragen dabei nur von der eigenen Leistung und vom Glauben an Gott, der auch bei Christoph eine große Rolle spielt und über dessen Erfahrungen er beim Interview Stellung nahm.

Die KonfiBand war ebenfalls eine andere. Nach sechs Jahren Ceil standen nun Musiker aus Ehningen und Herrenberg auf der Bühne, die mit eher leisen Tönen ihr junges Publikum zum Mitsingen animierten. Gut gemacht, Band! Vor allem der diesjährige Campsong wurde wieder und immer wieder gespielt. „Fear not!“. Fürchte dich nicht!

Womit wir auch schon beim Thema 2010 wären. „Furchtlos“ hieß das KonfiCamp - Motto in diesem Jahr, und was sich alles dahinter verborgen hatte, das konnten die Jugendlichen wie auch die Pfarrerinnen und Pfarrer anhand der Petrusgeschichte erfahren. Petrus, der seine Angst besiegt und sich zu Jesus übers Wasser traut, der plötzlich zu versinken droht und dennoch den Mut aufbringt, standhaft zu bleiben. Kein Superman, kein Held, nein, vielmehr ein Mensch, dessen Sorgen und Zweifel dabei nur allzu gut an unsere eigenen (Versagens) ängste erinnern. Neu auch, dass es in diesem Jahr mal wieder ein „Mitgebsel“ für die Konfis gegeben hat: Eine kleine Taschenlampe als Erinnerung. Mit dem „Furchtlos“ - Logo drauf, versteht sich.

Die Seeandacht am Freitag, statt Crepes Waffeln und „Datsch“, ein speziell angefertigter Campbogen für Mias, Pfarrers und Konfis zum Ausfüllen... da war doch einiges anders in diesem Jahr.

Gut also, dass es bei all den Neuerungen dann aber doch noch ein paar tragende und dabei stets wiederkehrende Stützen gab. Wolfgang Mundle zum Beispiel. Seines Zeichens Chefkoch für über 300 Münder, und nun mehr bereits im siebten Jahr mit seinem Team für unser EJW tätig. Wolfgang, für die nächsten zehn bist du weiterhin von uns gebucht!

Ganz großen und vor allem lieben Dank an dieser Stelle! Wie auch an einige Personen im Kernteam, deren Schaffen und Wirken nun ebenfalls bereits ins siebte Jahr gehen, und ohne deren Mittun das Camp schon längst undenkbar geworden wäre. Ihr alle, „alte“, ganz alte und auch etwas aktuellere Gesichter seid schlichtweg großartig!!!

Stellt sich am Ende vielleicht die Frage, wie es weitergeht. Was kommt, was bleibt... Irgendwas bleibt, da bin ich mir sicher. Ganz sicher. Auch nach dem nunmehr siebten Camp. Für die Konfis, für die Pfarrerinnen und Pfarrer, für uns als Team... Irgendwas bleibt.

Und sei es einfach das gute Gefühl, dass längst noch nicht alles an Ideen verbraucht ist, dass es noch immer - und Gott sei Dank! - noch Dinge gibt, die neu gestaltet und angegangen werden müssen. Das Abenteuer, bereits jetzt für das kommende Jahr zu planen, zu entwickeln, zu hirnen und zu diskutieren. Irgendwas bleibt und mir ist nicht bange, dass wir mit Gottes Hilfe auch 2011 nun wieder etwas auf die Beine stellen werden. Ein KonfiCamp mit altbewährten, genauso wie mit neuen Elementen. Ähnlich und doch wiederum so ganz anders wie die sämtlichen davor.

Fear not!

  Wolfi Roux, Jugendreferent
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